EILUN FEER SKUUL
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Gymnasium & Gemeinschaftsschule Insel Föhr
Heute ist der 14.06.2024 | letzte Homepage-Aktualisierung 2024-04-05 20:27:19

Norwegen 2016: Schüleraustausch Norwegen 2016
von - bis:02.-11. Sept. 2016
Leiter:Hr. Rochhausen
Freitag, 02.09.
Die Reise nach Norwegen begann um 7:00 Uhr am Wyker Hafen. Wir trafen uns (alle waren sogar mehr oder weniger pünktlich) um dann mit der 7:15 Fähre Richtung Dagebüll zu fahren. Von da aus ging es weiter mit dem Zug über Niebüll und Husum nach Kiel, wo Hanna uns noch Davids Reisetasche brachte, bevor es zum Fährterminal der Color-Line ging. Dort stießen dann noch Alicia, Sebastian und David zu uns und es ging los auf große Seereise. Auf der Fähre teilten wir uns auf und erkundeten in kleinen Gruppen das Schiff und genossen die vielen Angebote. Wir schauten uns am Abend alle zusammen das Musical an, welches uns allen sehr gut gefiel. Danach gingen alle früh schlafen, da uns am nächsten Tag noch eine lange Reise bevorstand.

Samstag, 03.09.
Jehans holte uns dankenswerterweise in Oslo mit dem schuleigenen Bus ab und wir fuhren zwei Stunden bis Lillehammer. Dort schlenderten wir durch die Innenstadt in Richtung Maihaugen. Wir besuchten die Ausstellung zur Geschichte Norwegens, um einen kleinen Eindruck von Norwegen zu bekommen. Danach ging es weitere 3 Stunden mit dem Bus weiter in Richtung Vågå, wo unsere Austauschschüler schon auf uns warteten. Sie hatten ein schönes kleines Grillfest vorbereitet um uns zu begrüßen und in netter Umgebung kennen zu lernen. Nach dem Essen fuhren wir mit unseren Austauschschülern nach Hause und lernten die Familien kennen.

Sonntag, 04.09.
Zuerst fuhren wir mit dem Bus der Schule und zwei weiteren Autos zum Geiranger-Fjord. Auf dem Weg dahin durchquerten wir ein Gebiet, welches im Winter komplett abgeschottet von der Außenwelt ist, da auf den Straßen zu viel Schnee liegt, als dass man ihn wegräumen könnte. Zum Glück hatte es noch nicht geschneit und so konnten wir über einen Gebirgszug eine Serpentinenstraße runter zum Fjord fahren. Unten angekommen erkundeten wir zuerst als Gruppe einen Wasserfall, von dessen Aussichtsplattform man einen wunderschönen Blick auf den Geiranger-Fjord hat, wo gerade das Kreuzfahrtschiff AIDA-Sol festgemacht hatte. Danach hatten wir etwas Freizeit, die wir in dem kleinen Touristendorf Geiranger verbrachten. Es gab dort ein Café in dem man zuschauen konnte, wie die Angestellten selber Schokolade herstellten. Dann sind wir mit dem Bus auf eine Aussichtsplattform gefahren, von der aus man sowohl das Dorf Geiranger wie auch die sieben Schwestern (Wasserfälle) sehen konnte. Von dort aus fuhren wir weiter in Richtung Trollstigen, wobei wir noch einen Zwischenstopp an einer kleinen Schlucht machten, welche einen kleinen Weg über dem Wasser und durch die Bäume beinhaltete. Oben am Trollstigen machten wir dann eine Pause und liefen zu den zwei Aussichtspunkten, von denen man erkennen konnte woher dieser Ort seinen Namen hat. Dort führte nämlich am Hang eine Serpentinenstraße herunter und wenn man sie von der gegenüberliegenden Hangseite anschaute sah es aus wie eine Leiter, die die Trolle hochsteigen können, um ins Gebirge, ihr Zuhause, zu kommen. Den Trollstigen sind wir dann später runter gefahren, wobei wir im Bus etwas Angst hatten, ob der Bus das schafft, aber der Bus brachte uns sicher runter. Auf der Straße fiel uns noch auf, dass jede Kurve, die wir durchfuhren, einen eigenen Namen hat. Auf dem Rückweg von diesem Ausflug wurde eines unserer Autos ausversehen falsch betankt und so mussten Bho und Karsten mit Herrn Rochhausen warten bis sie ein paar Stunden später abgeholt wurden. Wir waren alle sehr erschöpft von diesem Tag und fielen abends müde ins Bett.

Montag, 05.09.
Unser Morgen begann in der Schule mit dem Sportunterricht. Wir joggten mit der Klasse ca. 50 Min. am Rand des Otta-Flusses zu einer kleinen Hütte, wo wir uns in ein Buch eingetragen haben. Als wir zurück waren, hörten wir zuerst eine kleine Präsentation von Tora und Anna über Norwegen. Danach führte Jehans uns durch die Schule und zeigte uns den Lehrerflur, die Klassenzimmer, die Sporthalle sowie die Mensa. Nach einem kurzen Mittagessen gingen wir dann in die Innenstadt von Lom und schauten uns das Fjellmuseum an. Dort bekamen wir eine sehr interessante Führung. Sie stellen hauptsächlich Fundstücke aus, die sie in den letzten Jahren aus den schmelzenden Gletschern geborgen haben. In Lom steht auch eine der ältesten Stabkirchen Norwegens. Das besondere an ihnen ist, dass sie komplett aus Holz gebaut sind und ihr Grundgerüst aus vier massiven Stäben im Hauptschiff besteht. Von der Stabkirche aus liefen wir zu einem Steinmuseum, welches wir uns aber aufgrund von mangelnder Zeit nicht mehr genauer anschauen konnten. Um 14:40 Uhr fuhren wir mit unseren Austauschschülern nach Hause und hatten den Nachmittag frei zur Verfügung. Einige von uns gingen mit ihren Austauschschülern angeln, andere gingen Kajak fahren und Leonie durfte in einem Rentierschlitten fahren.

Dienstag, 06.09.
Unsere Präsentation über Föhr durften wir an diesem Morgen vor der gesamten Schule vortragen. Alles lief glatt und die Schüler lauschten mehr oder weniger interessiert unseren Kurzvorträgen. Anschließend fuhren wir mit unseren Austauschschülern und einer Lehrerin der Schule in den Klimapark am Galdhöppigen. Oben an der Station war es sehr windig, so dass selbst die Schafe keine Locken mehr hätten. Wir waren alle sehr warm gekleidet und liefen auf dem Klimapfad zu einem Eisfeld in das wir dann rein gingen und das 6000 Jahre alte Eis bewundern konnten. Die Lehrerin hatte im Klimapark gearbeitet bevor sie Lehrerin wurde und konnte uns so sehr viel über die Landschaft und das Klima erzählen. Auf dem Rückweg vom Eisfeld trennte sich die Gruppe und ein großer Teil ging zurück zur Station und zum Bus um sich aufzuwärmen. Die andere Gruppe ging noch über einen kurzen Felsweg zu einer Plattform, von der aus man einen atemberaubenden, aber sehr kleinen Gletscher sehen konnte. Als uns klar wurde wie groß der Gletscher einmal war und wie klein er geworden war, wurde uns die Klimaerwärmung und die gravierenden Folgen erst richtig bewusst. Als sich die kleinere Gruppe dann auch auf den Rückweg begab, rutschten sie auch noch ein kleines Schneefeld herunter, was sehr viel Spaß machte. Aber am Ende waren alle froh sich zuhause wieder aufwärmen zu können.

Mittwoch, 07.09.
Die Schule in Lom macht zweimal im Jahr einen Ausflug. Einer dieser Ausflüge fiel auf die Woche in der wir da waren, so wanderten wir mit der ganze Schule einen Vormittag auf einen nahe gelegenen Berg in Lom und grillten anschließend bei schönstem Wetter auf dem Schulhof. Bei der Wanderung gab es eine kurze und eine längere Route. Nach dem ersten Stück, das wir gemeinsam liefen, waren die meisten Föhrer sehr erschöpft und trauten sich den längeren Weg nicht mehr zu. Herr Rochhausen und David jedoch liefen den langen Weg und der führte sie bis zur Spitze des Gebirgszugs, welcher Lom umgibt. Die kurze Strecke führte ca. auf halber Höhe zu einem Aussichtspunkt. Nach dem gemeinsamen Grillen, hatten wir noch einen schönen Nachmittag mit unseren Austauschschülern.

Donnerstag, 08.09.
Die norwegischen Schüler können neben den normalen Sportarten in der Schule auch einen Extremsport machen. Karsten zum Beispiel hat Klettern als Extremsport und so lud er uns dazu ein in einer Kletterhalle nahe der Schule selber unser Können auf die Probe zu stellen. Es machte uns allen sehr viel Spaß und der ein oder andere wuchs über sich selbst hinaus. Im Anschluss daran hörten wir noch Präsentationen von Vilde, Ingrid, Ådne und Camilla. Sie erzählten allgemein etwas über Norwegen und über die Umgebung von Lom. Zum Mittagessen gingen wir in die Bäckerei in Lom und aßen etwas von dem leckeren Gebäck, das sie anbieten. Es schmeckte sehr lecker und wir saßen zusammen an einer langen Tafel und unterhielten uns. Am Nachmittag machten wir bei einem Volleyballturnier des gesamten Jahrgangs, aus dem die meisten unserer Austauschschüler kamen, mit. Die Teams waren gemischt zwischen Norwegern und Deutschen, so waren im Siegerteam auch welche von uns. Der offizielle Teil endete dort. Wir trafen uns jedoch am Abend alle noch einmal zum Bowling und anschließendem Pizzaessen in Vågå.

Freitag, 09.09.
Die Zeit bei unseren Austauschschüler war leider schon wieder vorbei, und so hieß es am Morgen Abschied nehmen. Es wurde die eine oder andere Träne vergossen und wir vertrösteten uns auf ein baldiges Wiedersehen auf Föhr. Jehans fuhr uns mit dem Bus nach Oslo, wo wir noch eine Nacht verbrachten. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Stopp in Hamar, um das Eislaufstadion der Olympiade von 1994 zu bestaunen. Es ist in Form eines Wikingerschiffs gebaut, welches auf dem Kopf liegt. In Olso checkten wir dann in ein sehr schönes Hotel ein und liefen am Abend noch durch die Stadt zur Oper. Von dort trennten sich unsere Wege und wir liefen in kleineren Gruppen weiter durch die Stadt oder gingen zurück zum Hotel.

Samstag, 10.09.
Nun ging es wieder aufs Schiff. Wir fuhren mit der Color Fantasy zurück nach Kiel. Am Nachmittag trafen wir uns noch zu einem Gruppenfoto auf dem Deck. Es war sehr windig, aber trotzdem erschienen alle mehr oder weniger pünktlich. Am Abend schauten wir uns noch einmal das Musical an und gingen danach schlafen. Den ganzen Nachmittag über war ein relativ starker Seegang, sodass manche von uns etwas seekrank wurden. Das legte sich aber über den Tag wieder.

Sonntag, 11.09.
Auf den Rat von Einigen von uns stellten wir uns morgens schon früh an die Tür um möglichst schnell von Bord zu kommen und den früheren Zug nach Hause zu erwischen. So waren wir die Ersten, die von Bord kamen und erwartungsgemäß zu früh am Bahnhof. Wir warteten ein wenig und fuhren dann wieder zurück auf die Insel Föhr. Am Nachmittag waren wir dann wieder zuhause.

Kristin Nissen