EILUN FEER SKUUL
54° 41' 32" N - 8° 33' 23" O
Gymnasium & Gemeinschaftsschule Insel Föhr
Heute ist der 15.06.2024 | letzte Homepage-Aktualisierung 2024-04-05 20:27:19

Presseberichte
Presseberichte des Jahres 2019
Investition für 50 Jahre
Die Wyker Sporthalle wurde für sechs Millionen Euro saniert. Sie bietet Schule und Vereinen viele Möglichkeiten.Die Wyker Sporthalle wurde für sechs Millionen Euro saniert. Sie bietet Schule und Vereinen viele Möglichkeiten.
„Endlich!“ – Meik Battermann, der zweite Vorsitzende des Wyker Turnerbundes (WTB) sprach in seinem Grußwort bei der Einweihung der neuen Sporthalle wohl vielen aus der Seele. Hatten doch in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren nicht nur die Mitglieder seines Vereins, sondern vor allem die Schüler der Eilun-Feer-Skuul viel Geduld benötigt. Denn während der Sanierung ihrer alten Turnhalle mussten die Jugendlichen zu fünf Ausweichquartieren pendeln.

„Doch das haben sie mit Gleichmut tapfer ertragen“, so Schulleiter Carl Wögens, der die neue Sporthalle als „freundlich, funktionell und ohne Schnickschnack“ lobte. „Wir sind mit dieser Halle sehr zufrieden“, hob Wögens besonders die Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe, etwa beim Linoleum-Boden, hervor. „Hier riecht es weder nach Chemie, noch stinkt es wie Turnhallen meistens stinken“, freut er sich für die vielen Nutzer der neuen Halle.

Neben den 490 Schülern der Eilun-Feer-Skuul sind das die Kinder von zwei Kindergärten und der Dänischen Schule sowie die Sportvereine. Entsprechend herrsche in der Sporthalle vom frühen Morgen bis zum späten Abend Betrieb, berichtete Wögens.

Mit rund 1000 Mitgliedern und fast 30 Sparten sei der WTB einer der Hauptnutzer der Sporthalle, so Meik Battermann. Er bedankte sich, dass der Verein in die Planung eingebunden worden sei.

„Wir weihen hier nicht nur eine Sporthalle, sondern eine Begegnungsstätte ein“, sagte Amtsdirektor Christian Stemmer und betonte, wie wichtig es angesichts der Tatsache, dass Kinder immer mehr Zeit an Handy und Computer statt beim Sport verbringen, sei, eine Stätte zu schaffen, wo man sich bewegen kann. „Die politischen Vertreter haben ihre Verantwortung wahrgenommen und die nötigen Gelder zur Verfügung gestellt“, bedankte sich Stemmer bei den anwesenden Amtsausschussmitgliedern.

Insgesamt sechs Millionen Euro seien für die Hallensanierung aufgewandt worden, 1,5 Millionen davon waren ein Zuschuss aus Bundesmitteln. Zwar sei in der Bauphase nicht alles rund gelaufen, und in manchen Ecken des Altbaus hätten Tücken gelauert, mit denen niemand gerechnet habe, „aber nun haben wir ein nach den neuesten energetischen Richtlinien saniertes Gebäude“, freute sich der Amtsdirektor und wünschte, dass die neue Halle ein halbes Jahrhundert ihren Zweck erfüllen wird.

Die ursprüngliche Sporthalle stammt aus dem Jahr 1978, „und man merkte, dass da noch ein bisschen Olympia mitschwang“, so Architekt Andreas Schneider. „Wir haben versucht, diesen Bestand zu respektieren“, beschrieb er die Vorgehensweise seines Teams. Ziel sei es gewesen, eine Halle zu schaffen, die alle Anforderungen an Lehre und Spaß erfüllt. Dabei, so berichtete er, mussten mehrere Vorgaben des Bundes berücksichtigt werden: ein hoher Energiestandard, die Einbeziehung der Nutzer in die Planung, die Barrierefreiheit sowie die Verwendung langlebiger, ökologisch sinnvoller Materialien. Eine besondere Herausforderung sei dabei neben der alten Bausubstanz die Insellage gewesen, sowie der Umstand, dass es angesichts der Hochkonjunktur im Baugewerbe schwierig gewesen sei, Firmen zu finden.

Zwar ist die neu Halle schon seit einigen Wochen in Betrieb, symbolisch überreichte Schneider aber noch den Schlüssel an die beiden Hausherren, Christian Stemmer und Carl Wögens. Und für Bauamtsmitarbeiterin Angelika Falter hatte er Blumen dabei. „Das ist so eine tolle Bauherrin, die haben wir alle ins Herz geschlossen!“

Natürlich wurde bei der Einweihungsfeier nicht nur geredet, für das Rahmenprogramm sorgten die Nutzer der neuen Sporthalle. Die Hip-Hop-Gruppe der Eilun-Feer-Skuul zeigte mehrere Tänze, junge Hockeyspieler und Handballer der Eilun-Feer-Skuul und des WTB gaben Kostproben ihres Könnens und Mitglieder der Zirkusgruppe der Schule zeigten, wie eine langweilige Schulstunde, sobald der Lehrer den Rücken dreht, in toller Akrobatik enden kann.
PK, Der Inselbote, 29.11.2019

zurück