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Gymnasium & Gemeinschaftsschule Insel Föhr
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Presseberichte
Presseberichte des Jahres 2008
Abi 2008
„Zu Ihrem Jahrgang habe ich eine besondere Beziehung“, so Schulleiter Rüdiger Bleich anlässlich der diesjährigen Abiturientenentlassungsfeier, der gerade mit diesem Jahrgang viele Panamafahrer verabschieden konnte. Anfänglich, so Bleich, habe er drei Kreuze machen wollen, diesen Jahrgang zu verabschieden, sei aber dann von Zweifeln beschlichen worden und habe unter den Schülern plötzlich eine „Tiefe“ entdeckt. „Warum erst jetzt?“ fragte der Schulleiter und übte ein wenig Kritik an der Einstellung mancher Schüler, Zeit lieber beim Geldverdienen im Supermarkt zu investieren als ins Lernen für die Schule. Doch fügte er besänftigend hinzu, dass dieses Verhalten verzeihlich sei, wenn es der Verbesserung der Managerqualitäten gedient habe. Der Abiturjahrgang 2008 sei der erste, der in einem Fach Zentralabitur gemacht habe, der Zeuge wurde einer Diskussion um die zukünftige Schulentwicklung, einer Politik, die so besser nicht auszusehen habe und einer nicht objektiven Berichterstattung. Mit praktischen Lebenstipps, angefangen vom richtigen frühmorgendlichen Aufstehen über den erholsamen Mittagsschlaf bis zum Thema „Jobs für Faule“ verabschiedete er die jungen Menschen mit den Worten: „Wir entlassen Sie in eine Zukunft, die für Sie optimistisch anzugehen ist.“ Auch wenn Schulleiter manchmal etwas kritisch seien, fügte er hinzu, so erfülle ihn das kleine Gymnasium mit seinen talentierten Schülern doch stets mit Stolz. Einen Beweis der Talente lieferten die Schüler selbst mit der musikalischen Umrahmung der Feierstunde: Ausnahmslos waren es Schüler des Gymnasiums, die unter der Leitung von Doris Rethwisch die Rednerpausen mit Gesang (Kinderchor der Klasse 5b, Sina Berkemeier, Maria und Lisa Rethwisch und Dyveke Weißbach) sowie instrumental (Nicolas Restrepo, „Ehemaliger“ Lukas Betzler, beide Gitarre und Dyveke Weißbach, Violine) festlich gestalteten. In Anspielung an „Deutschland- ein Sommermärchen“ entführte Lehrer Volker Sonnenberg in seiner Festansprache die Zuhörer zu einem Exkurs in die Bedeutung des Märchens und die Darstellung des „Ichs“ in der Erzählung. Wenn das Ich erzählt, so der Redner, sortiere es sich, ordne es seine Erlebnisse. „Insofern heißt „erzählen“ auch „sich selbst erzählen“, ergänzte er und spielte damit auf einen möglichen schulischen Rückblick der Schüler an, deren subjektives Empfinden nicht immer mit dem der Lehrer übereinstimme. Anschaulich und mit viel Szenenapplaus bedacht war das darauf folgende Märchen, ziemlich frei nach den Gebrüdern Grimm, so Sonnenberg, das „erstmals einem größeren Publikum zugänglich gemacht wurde. (Märchen)Erzähler Sonnenberg las die Geschichte von „Näschen-hoch und Bauernschlau“ (schau-spielerisch komisch dargestellt von den Abiturienten Bente Müller und Helmut Hobje). Wie bringt man nur einen Apfel zur Reife, wenn ständig neue Hürden zu nehmen sind? Dabei er-wiesen sich die „Hürden“ in Gestalt von Unter-, Mittel- und Oberstufenleiter des Gymnasiums, mittels Beamer an die Leinwand projiziert. Aber irgendwann wurde dem König des Schlosses tatsächlich ein roter, reifer Apfel präsentiert und „so lebten Näschenhoch und Bauernschlau glücklich und zufrieden bis zur sozialverträglichen Einführung der Studiengebühren zum ersten Semester.“ Die Grußworte des Amtes Föhr-Amrum als Schulträger überbrachte Amtsdirektorin Renate Gehrmann, die sich für die Bereitschaft der Schüler bedankte, das Amt bei den mündlichen Prüfungen Zuhörer sein zu las-sen. „Ihr Abitur hat Bedeutung“, hob sie hervor und riet den ehemaligen Schülern: „Bewahren Sie sich Ihre Flexibilität und jugendliche Neugier. Bündeln Sie Ihre Kraft für die Dinge, die Ihnen wichtig sind.“ Nach der Aushändigung der Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife durch Oberstufenleiter Hark Steinert, konnte Jana Bories aus der Hand von Dr. Volkert Faltings den Preis der Ferring-Stiftung für das bes-te Abitur des Jahrgangs entgegen nehmen. Auszeichnungen der Schule er-hielten Sina Berkemeier für ihr musikalisches Engagement, Jana Bories für ihre Leistungen im Abitur, Berrit Krüdenscheidt für die Teilnahme an der Theater-AG und Dyveke Weißbach für ihr musikalisches Talent, ihre Teilnahme an der Theater-AG sowie die Leistungen im Abitur. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich der Jahrgang bei der Schulsekretärin Paula Petersen, die bei Sorgen und Nöten stets geholfen habe. Abschließend lud der Verein der Freunde des Gymnasiums Abiturienten, Eltern und Lehrer zu einem kleinen Umtrunk und Gedankenaustausch ein. Von 30 Schülern, die sich zum Abitur gemeldet hatten, haben 26 das Abitur bestanden, wobei ein Schüler aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Prüfung er-scheinen konnte: Maike Asbahr, Peer-Jonas As-mussen, Sina Berkemeier, Frerk Blome, Jana Bories, Früde Bra-ren, Tobias Burgdorf, Sören Burkat, Jan Carstensen, Gesa Dethlefs, Jonas Feld, Helmut Hobje, Katharina Kambarov, Sa-rah Krebs, Berrit Krüdenscheidt, Nele Markwardt, Bente Müller, Lars Petersen, Nicolas Restrep-po, Nils Riemann, Jonathan Seiffert, Dana Timm, Friederike Weber, Dyveke Weißbach, Ni-ckels Winkler und Kathrin Wolf.
Wyk (ger), Der Inselbote, 23.6.2008

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